In den internationalen Finanzmärkten ist der Handel mit Risikokrediten
eine interessante Investitionsform
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In den
internationalen Finanzmärkten ist der Handel mit Risikokrediten eine
interessante Investitionsform. In den letzten Jahren erfreuen sich Verkäufe
notleidender Kredite (Non PerformingLoans) zunehmender Beliebtheit. Insbesondere der deutsche
Markt macht hier keine Ausnahme. Der Verkauf von NPL-Portfolien
ist nunmehr ein gängiges Instrument des Bilanz- und Risikomanagements.
Viele Banken und
Sparkassen verfügen über einen hohen Bestandteil an Non PerformingLoans. Im weltweiten Vergleich nimmt Deutschland
dabei einen der Spitzenplätze ein. Aus diesem Grund gilt der deutsche Markt für
ausländische Investoren als besonders attraktiv.
Bislang übernahmen
die Banken bei Leistungsstörungen selbst die Sanierung
und Steuerung in Schieflage geratener Kredite. Doch die extreme Zunahme solcher
Kredite als Folge rezessiver Wirtschaftstendenzen lässt dies im Grunde nicht
mehr zu.
Zuviel Raum nimmt
die intensive Bearbeitung und Kontrolle jener Altlasten ein. Betroffene
Institute stehen nicht nur unter enormem Druck, sondern finden auch immer
weniger Zeit für gewinnorientiertes Neugeschäft.
Deshalb werden
Banken und Sparkassen in den nächsten Jahren verstärkt NLP-Portfolien
an den Kapitalmarkt bringen. Nicht zuletzt beschleunigen die höheren
Anforderungen an die Eigenkapitalhinterlegung durch Basel II diesen Trend.
Der An- und Verkauf
von Non PerformingLoans
eröffnet erfolgversprechende Perspektiven. Doch welche Marktpreise sind
realistisch? Wie können Kreditrisiken ohne Beeinträchtigung der Reputation
abgebaut werden? Ist ein Verkauf in jedem Fall sinnvoll? Welche Potenziale
bietet der Real-Estate-Sektor in Deutschland
tatsächlich? Mit welcher Strategie lässt sich ein hoher Return-on-Investment
erzielen? Welche Kredite eigenen sich für den Verkauf? Wie kann die Abwicklung
diskret und für die betroffenen Kreditnehmer transparent und fair ablaufen?
Jeder
Markt hat seine eigenen Gesetze, der deutsche NLP-Markt
ebenfalls: Unübersichtliche Marktstrukturen, rechtliche und steuerliche
Barrieren und nicht zuletzt kulturelle Klippen stellen